Enterohämorrhagische E. coli (EHEC): Diarrhoe, Nausea, Fieber
Autor : text-und-medizin P. N.Während die ganz überwiegende Zahl der E. coli-Keime keinen Krankheitswert besitzt, ist der zur Zeit im Mittelpunkt des Interesses stehende EHEC hochpathogen. Die Problematik hinsichtlich der Infektionswege besteht u. a. in der oftmals symptomarm oder symptomlos verlaufenden Infektion mit Ausscheidung der Erreger durch die Keimträger.
Bei gravierendem Verlauf treten blutige Durchfälle durch die Toxin-bedingte Zell-Zerstörung der Darmwand mit Arrosion der Blutgefäße auf. Die Folgen eines hämolytisch bedingten Nierenversagens mit Urämie reichen von bleibenden Schädigungen des ZNS bis hin zu letalem Ausgang.
Eine Infektion erfolgt - wie in der Regel bei enteropathogenen Keimen - beispielsweise über Schmierinfektion bei mangelnder Hygiene. Aber auch Rinder und Schweine usw. scheiden den Erreger aus. So kann durch unzureichend gewaschenes, sog. “kopfgedüngtes” Gemüse, das roh verzehrt wird (wie z. B. Salat) ebenfalls eine Infektion erfolgen. Auch rohe, nicht pasteurisierte Milch ist als Keimquelle möglich.
Wichtig ist die frühzeitige Diagnostik im Verdachtsfall - sowie bei entsprechender Symptomatik die umgehende Einweisung zur stationären Behandlung. Dies gilt insbesondere für Kinder, ältere (wegen der mangelnden Flüssigkeitsreserven mit Exsikkose-Gefahr) und/oder immungeschwächte Personen.
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