Beim 54. Symposium der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) (30.03. - 01.04.2011, CC Hamburg) ist eines der zentralen Themen die Osteoporose.

Entkalkungsprozesse des Skelettsystems sind eindeutig im Zunehmen begriffen. Betroffen sind ganz überwiegend Frauen. Denn die sinkende Östrogenproduktion des weiblichen Organismus nach der Menopause bedingt einen vermehrten Knochenabbau.

Von Experten wird die Früherkennung vor dem Eintritt von Spontanfrakturen immer mehr in den Vordergrund gerückt. Sie bezeichnen die Tatsache, dass die Krankenkassen  fast ausnahmslos die Kostenübernahme einer Knochendichtemessung  mit Berufung auf  “den Gesetzgeber und seine Festlegungen”  verweigern, als völlig überholt und unangemessen.

Die volkswirtschaftlichen Krankheitskosten, die sich aus der Osteoporose-Erkrankung ergeben, werden in einer Verlautbarung der Pressestelle der DGE im Vorlauf des Symposiums auf etwa drei Millarden Euro beziffert. Tendenz: steigend.

Fazit: Wieder einmal hinken die Kostenträger mit ihren angeblich wissenschaftlich begründeten Festlegungen hinterher, sinnvolle Untersuchungen, die der Prophylaxe dienen, nicht zu bezahlen.

Wobei der Verdacht nahe liegt: Wie in zahlreichen anderen Fällen sind politische und wirtschaftliche Motive die wahren Gründe. Und in diesem Zusammenhang wären doch einmal die Gehälter und Tantiemen  sowie das interne Finanzmanagement im Krankenkassenbereich  zu hinterfragen.

Doch an solche “brisanten” Themenbereiche wagt sich auch ein Herr Rösler nicht. Da wird eher auf dem Rücken der Patienten und der immer noch zu vereinzelt agierenden Ärzteschaft gespart. Denn das ist offenbar deutlich ungefährlicher.